Zwei Lieferanten können das gleiche Produkt aus technischem Kunststoff anbieten – und dennoch ein sehr unterschiedliches Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Das sollten Käufer verstehen, bevor sie Preise vergleichen.
Nehmen wir POM, Nylon, PEEK oder PPS als Beispiele.
Die Materialbezeichnung kann dieselbe sein.
Die Note muss aber nicht stimmen.
Und dieser Unterschied kann sich auswirken auf:
• Mechanische Leistung
• Dimensionsstabilität
• Bearbeitungsverhalten
• Oberflächenqualität
• Hitzebeständigkeit
• Verschleißfestigkeit
• Chargenübergreifende Konsistenz
• Lebensdauer des fertigen Teils
Wenn ein Angebot also deutlich günstiger ist als ein anderes, sollte die erste Frage nicht immer lauten:
„Warum ist Ihr Preis höher?“
Eine bessere Frage lautet:
„Vergleichen wir dieselbe Note und dasselbe Leistungsniveau?“
In der realen Geschäftswelt beobachten wir häufig, dass Käufer Angebote ausschließlich anhand folgender Kriterien vergleichen:
Material + Größe + Menge.
Für technische Kunststoffe reicht das manchmal nicht aus.
Beispielsweise können zwei POM-Stäbe fast identisch aussehen.
Wenn sich ein Material jedoch gleichmäßiger bearbeiten lässt, engere Abmessungen beibehält und in der Endanwendung zuverlässiger funktioniert, kann der tatsächliche Kostenunterschied sehr unterschiedlich sein von dem, was Sie im Angebot sehen.
Nach mehr als 20 Jahren in der Kunststoffindustrie empfehle ich immer Folgendes:
Bevor Sie die Preise vergleichen, prüfen Sie bitte zuerst die Spezifikationen.
Fragen Sie nach:
• Materialqualität
• Rohmaterialspezifikation
• Erforderliche Eigenschaften
• Anwendungsbedingungen
• Gleichbleibende Qualität
• Verfügbare technische Dokumentation
Der Preis ist entscheidend.
Natürlich tut es das.
Ein sinnvoller Preisvergleich beginnt aber erst, wenn man weiß, dass man dasselbe vergleicht.
Für Käufer von technischen Kunststoffen:
Vergleichen Sie Lieferanten üblicherweise zuerst anhand der Materialbezeichnung oder nach Güteklasse und Anwendungsanforderungen?
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